Unsere Grundsätze

  1. Wir leben und stärken aktiv unsere verbindungsstudentische Gemeinschaft.
    Überzeugt davon, dass jeder sich am besten entfalten kann, wenn er sich in eine Gemeinschaft einfügt und an ihrem Leben aktiv teilnimmt, schließe ich mich der akademischen Verbindung Leibniz an. Sie soll eine Lebensgemeinschaft für alle Mitglieder sein.
  2. Toleranter und unvoreingenommener Austausch über alle Disziplinen und Generationen hinweg ist uns selbstverständlich.
    Ich suche in diesem Freundeskreis eine Gelegenheit, Angehörige anderer Fachrichtungen kennen zu lernen und bei gemeinsamen Unternehmungen, in unvoreingenommener Auseinandersetzung mit der Umwelt, in tolerantem Gespräch und bei vergnüglichen Veranstaltungen an Erlebnissen, Umsicht und Urteilskraft zu gewinnen. Ich möchte meinen Gesichtskreis über mein Fachgebiet hinaus erweitern und Erfahrungen mit Jüngeren und Älteren austauschen.
  3. Wir sind für einander da und helfen uns gegenseitig vertrauensvoll.
    Ich mache es mir zur Ehre, jedem Menschen unvoreingenommen entgegenzutreten und ihm selbstlos und verantwortungsbewusst zu helfen. Diese Lebenshaltung verbindet mich in gegenseitigem Vertrauen mit meinen Bundesgeschwistern.
  4. Das Lebensbundprinzip, als dauerhafte Gemeinschaft von Jung und Alt, prägt uns.
    Ich werde während meines Studiums und danach meinen Bundesgeschwistern hilfsbereit zur Seite stehen und die Ziele der Verbindung fördern.
  5. In unserem Selbstverständnis suchen wir das Gleichgewicht zwischen Tradition und Fortschritt.
    Wir wollen in einer dauerhaften Gemeinschaft von Alt und Jung zusammenleben in Formen, wie sie die Gegenwart und unsere Aufgaben verlangen, aber auch das Gute in der studentischen Tradition beachten.
  6. Wir sind politisch und konfessionell ungebunden.
    Wir sind weder an eine Partei noch an eine Konfession gebunden. Die Verbindung verpflichtet sich, die geistige Freiheit der Mitglieder nicht anzutasten.
  7. Wir sind nicht schlagend. Wir sind nicht Farben tragend.
    Unsere Aufgaben verlangen, eng Fühlung mit Außenstehenden zu halten und Zusammenhalt vor allem durch Geist und Leistung zu finden. Wir messen daher äußeren Zeichen nur begrenzte Bedeutung bei und lehnen das Fechten mit scharfer Waffe ab.
  8. Akademische Weiterbildung ist die Grundlage zur Gestaltung unseres Verbindungslebens.
    In Referaten von besonders fachkundigen Mitgliedern und außenstehenden Rednern, in Diskussionen und Gesprächen pflegen wir das Zuhören, Reden, Ausgleichen der Meinungen, Verstehen und Werten anderer. Diese Veranstaltungen ordnen sich möglichst in jedem Semester einem Leitgedanken unter.
  9. Unser Bund stellt zweckgebundene Mittel zur Förderung und Unterstützung zur Verfügung.
    Die Verbindung unterstützt soweit möglich die Mitglieder in besonderen Notlagen und sorgt im Rahmen ihrer Mittel für Räume, Bücher, Sport- und Spielgeräte.
  10. Wir leben das Leibfamilienprinzip.
    Zur gegenseitigen Hilfe schließt sich jeder mit ihm besonders nahestehenden Mitgliedern zu einer Leibfamilie zusammen, die hauptsächlich verschiedene Altersstufen verbindet. Die Leibfamilie soll sich jedoch nicht von den anderen abschließen und soll darauf achten, dass Ältere und Junge stets in fruchtbarem Gedankenaustausch bleiben.
  11. Wir pflegen besonders Kontakte zu anderen, gleichgesinnten studentischen Vereinigungen.
  12. Soziales Engagement ist uns wichtig.
    Wir wollen versuchen, gemeinsam auch Außenstehenden zu helfen und über die fachliche Tätigkeit hinaus zur Lösung der Aufgaben beizutragen, die sich der Allgemeinheit stellen.

Fassung vom 28. Juni 1986